Rosa Winkel - Die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus
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Buchtipp: „Das Glück kam immer zu mir“

Rudolf Brazda war der vermutlich letzte bekannte Zeitzeuge, der wegen seiner Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert wurde. Seit April 2011 ist seine Biographie im Buchhandel erhältlich. Sie ist unter dem Titel „Das Glück kam immer zu mir. Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ im Campus-Verlag erschienen.

Rudolf Brazdas Lebensgeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich. Kurz nach der Machtergreifung lernt er seine erste große Liebe kennen und lebt mit seinem Freund offen zusammen – sogar eine Hochzeit feiern sie. Bald jedoch werden sie verhaftet, Brazda wird schließlich nach Buchenwald verschleppt. Optimismus, Humor und viel Glück ermöglichen es ihm, Verfolgung und Terror zu überleben und das Grauen immer wieder auszublenden.

Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert er die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die 1945 noch nicht zu Ende war. Der Paragraph 175 blieb bis 1969 in der durch die Nationalsozialisten verschärften Fassung bestehen. 2002 wurden die zwischen 1935 und 1945 verhängten Urteile aufgehoben, 2008 wurde in Berlin ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht. Doch bis heute sind die Homosexuellen nicht vollständig als Verfolgte des Nationalsozialismus anerkannt. Eine Entschädigung für seine Gefängnis- und KZ-Haft hat auch Rudolf Brazda nicht erhalten.

Buch-Cover Zinn

356 Seiten, 31 s/w-Abb. EAN 9783593505114
29,90 € inkl. Mwst.

Lesungen des Autors können unter der E-Mail-Adresse info(at)cultpress.de angefragt werden.


Weitere Informationen zu Rudolf Brazda

Link zum Verlag: http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/geschichte/das_glueck_kam_immer_zu_mir-10094.html

 

Pressestimmen:

4.7.2011, Der Spiegel

Flirt mit Wowi
"Jahrzehntelang wurde die Homosexuellen-Verfolgung der Nazis verdrängt. Jetzt erinnert der wohl letzte Überlebende, Rudolf Brazda, an die Schwulenhatz - und Sex im KZ."


14.1.2012, Die Welt

Als Josephine Baker kam er durchs Dritte Reich
"Zum Glück gibt es ein Buch, das seine Lebensgeschichte bewahrt, die zwar von vielerlei Unrecht geprägt wurde, aber doch auch vom gesellschaftlichen Fortschritt in Europa zu mehr Liberalität und Toleranz zeugt. Dem Soziologen Alexander Zinn gelingt es, das Leben dieses Mannes wie einen Roman zu erzählen."


30.5.2011, QWIEN

"Das Glück kam immer zu mir"
"Nicht nur eine seriös recherchierte Lebensbeschreibung, sondern auch ein erschütterndes und berührendes Dokument eines fast 100-jährigen Lebens, in dem sich die Geschichte schwuler Männer und ihrer Verfolgung spiegelt."


6.4.2011, Frankfurter Rundschau

Einer, der den Rosa Winkel trug
"Das detailreiche Buch ist eine Überlebensgeschichte gegen das Vergessen."


© Alexander Zinn 2017